Logisches Denken fördern Sie bei Kindern vor allem, indem Ihr Kind beim Spielen die Regel selbst sucht und laut sagt, warum es einen Zug gemacht hat. Dafür reichen ein kurzes Spiel, bei dem Raten nicht hilft, und ein Elternteil, das statt einer Antwort eine Frage stellt. Beginnen Sie auf einer Stufe, die Ihr Kind schafft, und steigern Sie die Schwierigkeit erst, wenn es sich sicher fühlt.
Was logisches Denken bei einem Kind bedeutet
Logisch denkt Ihr Kind, wenn es nicht rät, sondern nach einem Grund sucht. Das zeigt sich, wenn es eine Regel oder ein Muster sucht, Möglichkeiten ausschließt, Schritte vorausplant und aus Hinweisen einen Schluss zieht.
Beispiel: Beim Sudoku sagt Ihr Kind: „Hier kann keine Drei hin, weil in der Zeile schon eine ist.“ Es weiß noch nicht, wohin die Drei gehört, aber es weiß, wohin sie nicht gehört – und das ist ein logischer Schritt.
So fördern Sie es beim Spielen zu Hause
Am meisten hilft es, wenn Sie Ihr Kind nachdenken lassen und selbst Fragen stellen. Diese fünf Schritte passen zu jedem Logikspiel:
- Lassen Sie Ihr Kind die Regel finden. Statt zu erklären, fragen Sie: „Was glaubst du, was kommt als Nächstes?“
- Fragen Sie nach dem Warum. Wenn Ihr Kind einen Zug macht, soll es sagen, warum gerade diesen.
- Suchen Sie den Fehler nicht für Ihr Kind. Sagen Sie nur „irgendwo ist ein Fehler“ und lassen Sie es ihn selbst finden.
- Spielen Sie kurz und kommen Sie wieder darauf zurück. Lieber ein kürzeres Spiel, das Ihr Kind beendet, als ein langes, bei dem es die Lust verliert.
- Steigern Sie die Schwierigkeit schrittweise. Erst ein kleineres Gitter oder eine kürzere Reihe, dann größere. Entscheidend ist die Erfahrung Ihres Kindes, nicht sein Alter.
Beispiel: Im Labyrinth biegt Ihr Kind in eine Sackgasse ab. Statt „Nein, nicht da lang“ fragen Sie: „Wohin führt dieser Weg?“ Ihr Kind fährt ihn mit dem Finger nach und entdeckt den Fehler selbst.
Welche Spiele sich eignen
Geeignet ist jedes Spiel, bei dem man eine Regel finden oder vorausplanen muss. Auf meLot fun sind die Spiele danach geordnet, was Ihr Kind dabei tut:
- Schließt Möglichkeiten aus: Sudoku und Binairo – Ihr Kind sucht das Feld, in das nur eine Möglichkeit passt.
- Findet ein Muster: Was kommt als Nächstes? und Muster und Farben – Ihr Kind findet heraus, wie sich die Reihe wiederholt.
- Plant Schritte: Türme von Hanoi und Labyrinth – Ihr Kind denkt mehrere Züge voraus.
- Zieht Schlüsse aus Hinweisen: Logik-Detektiv – Ihr Kind verbindet die Spuren zu einer Antwort.
- Setzt Formen zusammen: Tangram – Ihr Kind stellt sich vor, wie die Teile in die Figur passen.
Womit Sie anfangen
Beginnen Sie mit einem Spiel auf melot.fun, das eine einfache Regel hat. Gut geeignet sind Sudoku 4×4, ein leichtes Labyrinth, Memory oder Was kommt als Nächstes? mit Farben. Nach der kostenlosen Registrierung können Sie diese Spiele auch ausdrucken, sodass Ihr Kind offline arbeiten kann. Sudoku, Labyrinth und Was kommt als Nächstes? haben auf der Rückseite die Lösung, Memory wird als Kärtchen zum Ausschneiden gedruckt.
Häufige Fragen
Was tun, wenn mein Kind beim Spielen nur rät?
Werden Sie langsamer und fragen Sie nach jedem Zug „Warum?“. Kann Ihr Kind keinen Grund nennen, gehen Sie zu einer leichteren Stufe zurück, auf der es das kann.
Brauche ich dafür spezielles Material?
Nein. Papier und Buntstifte oder ein Spiel im Internet reichen. Wichtiger als das Material ist, dass Ihr Kind die Regel selbst sucht.